
3. Liga
BSK UNTER ZEITDRUCK
Reiter soll sein Glück in Stadt Salzburg suchen
Die Uhr für den Bischofshofen Sportklub 1933 tickt. Nach zahlreichen Absagen von Vereinen aus der Umgebung versuchten die Pongauer zuletzt mit juristischen Schritten zum Erfolg zu kommen. Kurz vor dem Ende der Frist beim Fußballverband könnte es doch noch zu einer Lösung kommen.
Was passiert mit dem BSK 1933? Diese Frage beschäftigt nicht nur den Verein selbst, sondern das gesamte Fußball-Unterhaus. Weiterhin ist vieles unklar. Ein Aus des Klubs hätte große Folgen. Hätte, denn noch kann der BSK fristgerecht angeben, wo er in der kommenden Spielzeit seine Heimpartien austrägt.
Absagen aus der Umgebung für den BSK
Nach der Niederlage bei der Abstimmung der Gemeindevertretersitzung gegen den Skiclub (Endstand 3:20) versuchten die Pongauer, bei einem Verein aus der Umgebung unterzukommen. Zuletzt sagte aber auch Tenneck ab.
Vergangene Woche sorgte der Westligist bei einem Medientermin für Aufsehen. Da präsentierte der Klub um Frontmann Patrick Reiter juristische Schritte und gab sich optimistisch. „Wir bleiben auf dem Sportplatz“, erklärte der 53-Jährige siegessicher. Ob diese Rechnung aufgeht, ist stark anzuzweifeln. Das ist wohl auch dem Bischofshofen Sportklub 1933 bewusst. Reiter und Co. sahen sich deshalb nach einer deutlich greifbareren Lösung um.
Lösung in der Stadt?
Wie die „Krone“ nun erfuhr, scheint man in der Stadt Salzburg, also etwas weniger als 50 Kilometer Luftlinie vom ursprünglichen Heimatort entfernt, sein Glück zu suchen. Wie passend, handelt es sich doch ausgerechnet um Unterhaus-Verein Fortuna Salzburg, der sich angeblich eine Zusammenarbeit mit den Bischofshofenern vorstellen kann. Der Verein ist aktuell im Sportzentrum Nord im Stadtteil Liefering beheimatet.
Auf „Krone“-Nachfrage wollte Reiter zu diesem Thema nichts sagen, meinte nur: „Wir geben am Freitag Bischofshofen als Standort für die Regionalliga an. Man kann aber auch mehrere Standorte angeben.“ Kurios: Am Montag hat der Skiclub die offizielle Benutzungsgenehmigung des Sportplatzes von der Gemeinde erhalten.
Von Fortuna Salzburg gibt es zum Thema Bischofshofen keine Stellungnahme, ist seit Tagen niemand erreichbar. Spannend ist, dass Roland Oberhauser, der Amtsleiter der städtischen Betriebe – diese kümmern sich um das Sportzentrum Nord – angeblich von Reiters Idee noch nie etwas gehört hat. „Bei uns hat sich noch keiner gemeldet. Wenn man diesen Plan umsetzen will, muss es über uns laufen“, sagte Oberhauser, der auch betonte, dass es auf der Anlage keine freien Trainingszeiten gebe.
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